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Lanzarotes berühmtester Sohn, der Künstler César Manrique, hatte ein bemerkenswertes Leben, von dem er einen großen Teil der Umgestaltung seiner geliebten Insel zu einem einzigen großen Kunstwerk widmete. Er ist für so viele spannende und innovative Architektur überall auf den Kanaren verantwortlich und wird von vielen als Held gefeiert, dafür, dass er seine vielfältigen und abenteuerlichen Träume während seines Lebens und seiner Arbeit auf dieser wunderschönen Vulkaninsel verwirklichte.

Die größte Touristenattraktion im Zentrum von Lanzarote kann aus diesem Grund nur die César-Manrique-Stiftung sein, die sich in der Nähe des beschaulichen Dorfes Tahíche in der Gemeinde Teguise befindet. Dieses erstaunliche Zentrum, das in dem Vorort Taro de Tahíche gelegen ist, ist ein Denkmal, das an Manriques fantastischen Werdegang und seine klaren Visionen erinnert, die er in Bezug auf die touristische Erschließung Lanzarotes hatte, ohne dabei der natürlichen Schönheit der Landschaft zu schaden.

An einem Kreisverkehr mit einer silberfarbenen Windspiel-Skulptur führt eine kleine Straße zur Fundación César Manrique, die 1982 von dem großartigen Künstler und einigen Freunden gegründet wurde, mit dem Ziel, einen Architekturstil zu fördern, der im Einklang mit der natürlichen Umgebung steht.

Vier Jahre später spendete er der Stiftung das Haus in Taro de Tahíche (das er 1968 für sich selbst gebaut hatte). Er bewohnte es bis 1987 und zog dann in ein Landhaus in Haría. Nach seinem tragischen Autounfall im September 1992 wurde sein ehemaliges Zuhause der Hauptsitz der César-Manrique-Stiftung und ein Museum für moderne Kunst, er hatte das Haus bereits zu diesem Zweck umgestaltet.

Dieses Haus, das auf einem Lavafeld erbaut wurde, auf dem er einen Feigenbaum entdeckte, der aus einer Lavablase herauswuchs, wurde zur Verkörperung des Traums des Künstlers, im Einklang mit der Natur zu leben. Es war zudem der ideale Ort, um all seine künstlerischen Fähigkeiten als Designer, Bildhauer, Maler und Landschaftsarchitekt miteinander zu verbinden.

Ein weiteres unvergleichliches Beispiel für Manriques Vorliebe für Farben und Bewegung – ein beeindruckendes Mobile, das an ein riesiges Kinderspielzeug erinnert – kann am Eingang zu seinem außergewöhnlichen „Zuhause“ bestaunt werden. Es gibt zwei Etagen, eine oberirdische und eine unterirdische, und der gesamte Raum ist riesig. Draußen gibt es einen schönen Garten voller Kakteen und Pflanzen und ein mit Bougainvillea überwachsener Eingang führt zu einem Museum für moderne Kunst, das dort entstanden ist, wo sich einst Manriques Wohnung befand.

Neben vielen Exemplaren von Manriques eigenen Arbeiten und Projektplanungen zeigt das Museum auch Werke vieler großer Namen der abstrakten und modernen Kunst des 20. Jahrhunderts, darunter Werke von Picasso, Miró, Tàpies und Jesús Soto.

Hier können Sie die Aussicht durch ein riesiges Fenster genießen, durch das man die Lavafelder sieht. Draußen – dort, wo sich einst seine Garage befand – gibt es ein Souvenirgeschäft, einen Buchladen und eine Café-Bar.

Treppenstufen führen hinunter zu der unteren Etage, wo alles noch überwältigender wird. Fünf Lavablasen, die sich durch erstarrte Lava gebildet haben, sind durch schmale Galerien miteinander verbunden. Jede davon – mit einem Durchmesser von etwa 5 Metern – wurde in einen Wohnraum mit elegantem Design umgestaltet, jeweils mit einem individuellen, unverwechselbaren Charakter und Mobiliar sowie mit einer individuellen Farbgestaltung.

Die erstaunliche und unglaublich faszinierende César-Manrique-Stiftung ist definitiv einen Besuch wert.
Geöffnet ist sie von montags bis samstags von 10.00 bis 18.00 Uhr und sonntags von 10.00 bis 15.00 Uhr (vom 1. November bis zum 30. Juni). Vom 1. Juli bis zum 31. Oktober hat die Stiftung andere Öffnungszeiten und ist täglich von 10.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.
Es wird ein geringes Eintrittsgeld erhoben.